Trendmonitor 2017

Eines ist sicher: das Rad wird auch dieses Jahr nicht neu erfunden. Vielmehr werden die Räder – in unserem Fall – Online-Themen – kontinuierlich weiterentwickelt. Und das teils mit einer rasanten Geschwindigkeit, so schnell wie Räder eben drehen können.

 

Der Vergleich von Online-Entwicklungen und Rädern trifft den Hype um neue Trends ganz gut. Viele Themen sind nicht neu, sie sind wieder oder immer noch da. Aber sie entwickeln sich und das immer rasanter. Zum einen bringt uns diese Entwicklung den erhofften Fortschritt, zum anderen haben wir unsere liebe Mühe mitzuhalten und Entscheidungen zu treffen. Dabei gilt nach wie vor, dass wir nicht jeden Trend umsetzen müssen. Dennoch ist es gut zu wissen, welche Themen relevant sind und uns bei Bedarf darauf vorbereiten zu können.

 

Damit Ihnen bei der Flut an zukunftsweisenden Inhalten nicht schwindelig wird und Sie den Überblick behalten, haben wir die Branchentrends für 2017 für Sie zusammengefasst.

 

Trendmonitor 2017 - Tripicchio

Bereich E-Mail-Marketing

 

Es menschelt – Hyper-Personalisierung

Das Individuum im Fokus bleibt ein übergreifendes, großes Thema in der gesamten Online-Branche. Folgerichtig konzentriert sich daher auch die Ansprache im E-Mail-Marketing auf den einzelnen Empfänger. E-Mail-Marketer haben mittlerweile die Werkzeuge und im Regelfall auch die Daten, um Personen individuell anzusprechen. Nutzen Sie diese Ausgangsposition, um Ihren (potenziellen) Kunden ganz persönlich – also als Menschen – anzusprechen. Personalisierung 4.0!

 

Automatisch individuellProgrammatic-E-Mail-Marketing

Automatisch und individuell passt nicht? Und wie, denn nur wer Prozesse automatisiert, kann den Kunden persönlich ansprechen. Die maschinelle Verarbeitung hilft relevante Informationen zu recherchieren und E-Mails entsprechend zu personalisieren.

 

Analyse und Optimierung

Stellen Sie sich 2017 auf mehr Analyse und Auswertungen ein. Denn nur durch ständige Überwachung und Optimierungsarbeit können E-Mail-Kampagnen dauerhaft besser werden. Deswegen werden neue Systeme zur Messung und Analyse von E-Mail-Kampagnen ein integraler Bestandteil der erfolgreichen Arbeit von E-Mail-Marketern.

 

Von der Kür zur Pflicht – mobile

Was anfänglich „nice-to-have“ war, ist mittlerweile Pflichtelement. Kampagnen und Landingpages, die nicht mobiloptimiert sind haben 2017 kaum Chance auf Conversion.

 

Kanalübergreifendes Zusammenspiel

E-Mail-Marketing ist noch immer eine der effektivsten Kanäle um Kunden anzusprechen. Wirken kann es aber nur im Zusammenspiel aller Kommunikationswege. Schaffen Sie dem E-Mail-Dialog einen prominenten und integrierten Platz in Ihrem Marketing-Mix, damit Sie zur richtigen Zeit die passende Zielgruppe bedienen.

 

Große Daten auch für kleine E-Mails

Besonders E-Mail-Marketing profitiert von Big-Data und einem zentralen System, in dem alle Daten zusammenfließen. Nur auf Basis der gesammelten Informationen wissen Sie genau, an welchem Punkt der Customer Journey sich ein Kunde gerade befindet und können ihm so im entscheidenden Moment die richtige Botschaft zu schicken.

 

Es bewegt sich was – Multimedia Mail

Auch dieser „Trend“ ist nicht wirklich neu. Grafiken, interaktive Elemente und Videos mausern sich 2017 allerdings von der netten Zugabe zu einem festen Bestandteil, den E-Mail-Marketer in Ihre Content-Strategy einbeziehen sollten.

 

Wer wagt, gewinnt!

Heben Sie sich von der Konkurrenz ab und probieren Sie aus. Sie dürfen experimentieren, verschiedene Herangehensweisen testen und auch gerne mal etwas Unkonventionelles wagen.

 

Ausblick in die erweiterte Realität

Augmented Reality war schon mal da und ist damit ein Trend, der wieder kommt. Dieses Mal scheinen sich die Big Player der erweiterten Realität etwas besser vorzubereiten. Ein Grund für E-Mail-Marketer diese Entwicklung im Auge zu behalten, um zum richtigen Zeitpunkt auch diese Kunden zu erreichen und überzeugend anzusprechen.

 

Trendmonitor 2017 E-Commerce - Tripicchio

 

Bereich E-Commerce

 

Im Hier und Jetzt Real Time Customization

Wie eingangs schon erwähnt, steht der Mensch mit seinen Bedürfnissen in der Online-Welt im Fokus. Vor diesem Hintergrund wird Real Time Customization, also maßgeschneiderte Produkte und Dienstleitsungen in Echtzeit, 2017 ein heißes Thema sein.

 

Passender Inhalt zur richtigen Zeit Content-Marketing

Die besten Verkaufschancen werden Unternehmen haben, die Kunden indirekt über informative Inhalte zu einem Kaufabschluss bewegen. Bei dieser Disziplin spielt die Verzahnung von SEO und Content-Marketing eine große Rolle, denn nützlicher Inhalt ist ein wesentlicher Faktor für ein gutes Ranking bei Google.

 

Social sells – Social Commerce

Die Sozialen Medien sind schon seit Jahren ein Trend. Sie sind ein Paradebeispiel dafür, wie schnell sich Bereiche tatsächlich entwickeln. Denn war bis vor kurzem das Thema „Verkaufen“ hier noch verpönt, so erhält diese Möglichkeit nicht zuletzt durch das Influencer-Marketing einen regelrechten Boost.

 

Kommunikation 4.0? – Messenger und Chatbots

Privat haben diese neuen Interaktionskanäle schon längst an Bedeutung gewonnen. Über eine Instant Messaging Software, wie beispielsweise den Messenger von Facebook, tauschen wir mit Freunden und Bekannten Kurznachrichten und Dateien aus. Und mithilfe von Chatbots – textbasierten Dialogsysteme, über die wir in natürlicher Sprache mit einem System kommunizieren können – reservieren wir demnächst Restauranttische und buchen Flugtickets. Die Systeme lernen dabei schnell hinzu und sollen unsere Fragen zukünftig immer besser beantworten können. 2017 wird sich hier eine Menge in puncto Kundenkommunikation tun.

 

Schnell, schneller, am schnellsten – Zustellung

Alle liefernden Unternehmen behalten 2017 auf jeden Fall die Zustellungsoptionen im Auge. Hier wird sich dieses Jahr eine Menge tun, denn die Kunden erwarten eine zunehmend kurzfristigere Lieferung.

 

Verbale Schnellbesteller – neue Nachfragewege

Eine ganz spannende Entwicklung wird die von Spracheingabegeräten wie Amazon Echo und Co. sein. Denn damit könnte die Nachfrage an den meisten Anbietern einfach vorbeigehen, weil sie schon bedient wird, bevor der Kunde im Netz recherchiert.

 

Bereich SEO

 

Inhaltliche Vielfalt

Content war schon 2016 ein Thema. In diesem Jahr gewinnt, wer sein Content-Marketing mit der Suchmaschinenoptimierung professionell verzahnt. Der Fokus liegt dabei noch immer auf der Qualität und Einzigartigkeit der Inhalte. Wer aus all den Informationen zukünftig herausstechen möchte, muss die richtige Antwort auf eine unbekannte Frage liefern. Dies führt zwangsläufig zu mehr Content-Vielfalt.

 

Ein Blick über den „Google-Rand“ wird nötig

Allein für Google zu optimieren, wird 2017 nicht mehr reichen. Es gibt noch andere Suchfunktionen im Internet, die ein Suchmaschinenoptimierer kennen sollten: zum Beispiel Marktplätze wie Amazon und YouTube, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook, wo Content organisch gefunden werden will.

 

Selbst lernen ist in

Künstliche Intelligenz (K.I.) und selbstlernende Computer (Machine Learning), wie Rankbrain bei Google werden immer wichtiger für die Suchmaschinenoptimierung.

 

Mobile startet auch bei SEO durch

Es lohnt sich weiterhin seinen Fokus auf mobiloptimierte Seiten zu legen. Laut Google bekommt „Mobile“ demnächst sogar einen eigenen Suchindex. Darüber hinaus setzt Google auf den offenen Standard AMP (Accelerated Mobile Pages). Damit können Seiten kreiert werden, die auf Mobilgeräten wahnsinnig schnell laden.

 

Dein Wort ist mir Befehl – Voice Search

Smart Home, Mediacenter oder Suchmaschinen, wir sprechen mit Geräten. Dieser Trend ersetzt nach und nach das Tippen. Stellen Sie 2017 Ihren Content auf diesen Trend ein, ohne dabei die bisherige Arbeit zunichte zu machen.

 

Trendmonitor 2017 Social Media- Tripicchio

 

 

Bereich Social Media

 

Konsolidierung in Sicht

Social Media ist und bleibt stark. Soziale Netzwerke werden auch 2017 deutlich mehr genutzt, aber es wird weniger neue Mitspieler geben. WhatsApp und Instagram gehören zu Facebook, Microsoft hat gerade LinkedIn gekauft und Google möchte natürlich auch mitmischen. Da bleibt wenig Platz für neue Giganten.

 

Social SEO

Wie oben schon erwähnt, sollten Marketer die sozialen Netze auch als Suchmaschine begreifen und die Systeme und Ihren Content darauf ausrichten.

 

Verlagerung zu Paid Media

Die organische Reichweite von Posts wird immer mehr beschnitten, da sich Social Media deutlich zu Paid Media entwickelt.

 

Mittendrin statt nur dabei

Immersiver Content ist eines der neuen Schlagwörter. Dieser Begriff beschreibt Inhalte, die einem das Gefühl des Miterelebens, statt reinem Konsum vermitteln, wie beispielsweise Facebooks 360-Grad-Videos. Das ist allerdings nur der Anfang. 2017 fängt ein lange herbeigeredeter Trend endlich an, massentauglich zu werden. Die Möglichkeiten von Virtual Reality (VR) sind riesig.

 

Social Commerce

Auch diesen Trend haben wir oben schon gestreift. Das Potenzial für Social Commerce über Buy-Buttons und Co ist groß. Für Unternehmen gilt auch hier: Sei dort wo deine Kunden sind und hole sie passend ab.

 

Live ist live…

…und wird das Geschehen 2017 beherrschen. Mittlerweile erobert das Video auch Smartphones – als Konsum, aber auch zum selbst erstellen – und erreicht mit den Live Videos die nächste Evolutionsstufe.

 

Echtzeit-Auskunft – Chatbots

Chatbots haben Ihren großen Erfolg der Künstlichen Intelligenz zu verdanken. Die Kurznachrichten-Helfer geben mittlerweile Auskünfte zum Inventar oder zu Öffnungszeiten, nehmen Bestellungen an oder lösen Probleme. Der echte Vorteil für Unternehmen ist die automatisierte Kommunikation, die jedem eine Zeitersparnis bringt.

 

Verdienen, wo die Kunden sind – Chat-Monetarisierung

Viele Menschen nutzen soziale Medien privat als Chatplattform. Genau hier möchten Unternehmen natürlich mitmischen und gezielt verkaufen. Facebook arbeitet fieberhaft an der Monetarisierung des Messengers und Whatsapp könnte bald folgen. Es wird Zeit diese Möglichkeit zu nutzen und eine gute Strategie für eine sensible Ansprache zu entwickeln.

 

 

Bereich Sicherheit: Datenschutz – Chancen für deutsche Anbieter

 

In punkto IT-Sicherheit ist der Datenschutz ein beherrschendes Thema in der deutschen Wirtschaft. Dies geht aus dem aktuellen Report „IT-Sicherheit und Datenschutz 2017“ hervor, den die Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS) im Dezember 2016 herausgebracht hat.

Laut Umfrage ist der Datenschutz den Firmen sogar noch wichtiger, als die Sicherung und Archivierung der eigenen Daten.

„Die deutsche Wirtschaft sieht nur bei Anbietern, die ihre Daten in Deutschland speichern und verarbeiten, das hohe deutsche Datenschutzniveau gewährleistet“, fasst RA Dr. Thomas Lapp, Vorsitzender der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V., eine wichtige Erkenntnis der Studie zusammen. Er ergänzt: „Daraus ergeben sich riesige Chancen für die deutschen Anbieter, die sie hoffentlich zu nutzen verstehen.“

 

Die Abschottung von Smartphones und Tablets, mehr Schutz vor Datendiebstahl durch die eigenen Mitarbeiter und die Sicherheit bei Cloud Computing, sowie der Schutz vor Hackerangriffen und Ransomware sind weitere Kernthemen der IT-Sicherheit. Die meisten Führungskräfte wünschen sich laut der Studie gut überlegte Compliance-Regeln zum Schutz der IT-Sicherheit.

 

Mehr Informationen liefert die Nationalen Initiative für Informations- und Internetsicherheit.