Texte schreiben, die ankommen!

„Ich schreibe dir einen langen Brief, für einen kurzen hatte ich keine Zeit.“

– Zitat von Goethe –

 

Was sich unglaubwürdig anhört, wird Ihnen jeder bestätigen, der regelmäßig Texte schreibt. Dabei ist Texten kein Hexenwerk, sondern eine kommunikative Leidenschaft, die jeder lernen kann. Schließlich ist es uns Menschen in die Wiege gelegt zu kommunizieren.

 

Mit den folgenden Tipps verfassen Sie schnell sinnhafte und zielgruppenspezifische Texte.

 

Mitten ins Herz - Kommunikation by Tripicchio

 

Als erstes gilt, wer ansprechende Zeilen verfassen möchte, tut sich leichter, wenn er versteht, was ein Text beim Leser bewirkt.

 

Welche Aufgabe hat ein Text?

Texte wollen gelesen werden. Sie wollen verkaufen oder informieren. Tatsächlich wird die Kaufabsicht sogar durch das Lesen der richtigen Informationen erhöht bzw. geweckt.

Worte wollen also bewegen und beim Leser eine Handlung auslösen. Recht einfach gelingt uns das mit gesprochenen Worten. In der geschriebenen Kommunikation aber, können wir den Empfänger nicht persönlich in einem Dialog von uns überzeugen.

Darum ist es so wichtig Texte mit Sinn, Verstand und natürlich mit relevantem Inhalt zu erstellen. Nur kommt die gewünschte Aussage beim Leser richtig an.

 

 

 

Wann kommt ein Text beim Leser an?

Wenn er gelesen und verstanden wird. Und dass wird Ihr Text nur, wenn er sich gegen die zunehmende Informationsmenge durchsetzt. Werbesendungen, Fernsehen, Radio, E-Mails, Internet, Social Media, Zeitungen, Bücher, Zeitschriften, all diese Formate buhlen quasi um unsere Aufmerksamkeit und überfluten uns mit Informationen. Erfolgreich ist Ihr Text also, wenn er auffällt und Ihre Leser interessiert.

Ein weiterer Schlüssel zum lesenswerten Text ist die Art, wie Sie Ihren Text schreiben. Dafür denken Sie am besten voraus. Schreiben Sie Ihre Texte so, dass sie Ihre Zielgruppe versteht. Werden Sie – und damit der Inhalt Ihres Textes – verstanden, können Sie Ihre Leser führen. Und positiv geführte Leser fühlen sich aufgehoben.

 

Werden Sie nicht verstanden, schmeißt Ihr Leser den Text gedanklich in den Papierkorb. Nutzen Sie daher diese wichtige Komponente und denken Sie das Verständnis für Ihre Worte beim Leser voraus. Im Zweifel gehen Sie im Niveau eine Stufe runter und wählen einfachere Wörter.

 

 

Wie lesen wir Texte?

Zur Beantwortung dieser Frage hilft es den Blickverlauf zu verstehen. Schon vor dem Lesen vollziehen wir einen 2-Sekunden-Check. Wir überfliegen das Geschriebene und seine Botschaft in ca. 2 Sekunden. Erst dann entscheiden wir, ob uns die Zeilen interessieren oder nicht. Nur wenn unser Interesse geweckt wird, lesen wir. Schon hier wird deutlich, dass wir weniger Text schneller erfassen können.

 

Ein weiterer Faktor ist unsere menschliche Eigenschaft als Informationsjäger. Wir suchen in jedem Text instinktiv nach einer Informations-Sinnkette und einer persönlichen Vorteils-Sinnkette. Das bedeutet, dass Sie als Verfasser Ihre Zeilen so gestalten, dass Ihr Leser relevante Informationen und Vorteile schnell erfassen kann. Das gelingt Ihnen am besten durch eine sinnvolle Textstruktur und gezielt gesetzte Augenhaltepunkte – sogenannte Fixationen – in Form von Bildern und Hervorhebungen.

 

 

Wie verfasse ich einen Text?

Ein Text braucht eine kleine Strategie. Formulieren Sie als erstes das Ziel Ihres Textes. Hier kommt wieder das Vorausdenken ins Spiel. Es hilft Ihnen ein kleines Konzept für Ihr Schriftstück zu entwerfen. Denken Sie sich in Ihre Empfänger hinein und versuchen Sie folgende Fragen zu klären:

 

– Warum soll ich den Text lesen? = Thema und Grund

– Was habe ich davon? = Vorteil

– Was soll ich tun? = Reaktion

 

Mit der Beantwortung der obigen Fragen haben Sie den Grundstein für Ihren Text gelegt. Jetzt geht es ans Verfassen.

 

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Die folgenden neun Schritte helfen Ihnen bei der konzeptionellen Erstellung Ihres perfekten Textes:

 

 

 

  1. Formulieren Sie das Ziel schriftlich. Beginnen Sie innerhalb von drei Wochen mit Ihrem Werk. In dieser Zeit sucht unser Gehirn nach tiefer sitzenden Informationen.
  2. Sammeln Sie Stichpunkte zum Thema, z.B. mit Mind Mapping.
  3. Erstellen Sie das grobe Textkonzept.
  4. Erfassen Sie die Vorteile
  5. Verfassen Sie den Rohtext aus Ihren Stichpunkten.
  6. Entwickeln Sie Headlines. Vorteil, Druck, Neugier, Angst und Identifikation sind Ansätze, warum Headlines gelesen werden und helfen bei der Textentwicklung.
  7. Redigieren Sie Ihren Rohtext. Reduzieren Sie Textlänge, Satzlänge, Hilfsverben und Konjunktive.
  8. Optimieren Sie indem Sie z.B. Worthülsen und negative Aussagen streichen. Schreiben Sie lebendig und bildhaft.
  9. Legen Sie die Blickführung fest. Geben Sie dem Text Struktur und Augenhaltepunkte.

 

 

Der Text steht, was nun?

Lassen Sie Ihren Text, trotz bester Rechtschreibkenntnisse, von einem versierten Kollegen quer lesen. Nach so viel Schreibleistung stellt sich oft eine „Betriebsblindheit“ ein. Fehler und eventuelle Unklarheiten kann auch der beste Autor nicht mehr erkennen.

 

 

Deadline, Druck, Black-out! Wie löse ich Schreibblockaden auf?

Jedem Schreiber fehlen auch mal die Worte. Es gibt Zeiten oder Situationen, da fließen einfach keine verwertbaren Gedanken, Ideen oder man beißt sich an einem Satz fest. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, um aus dem Teufelskreis herauszukommen:

 

  • Erzählen Sie anderen von Ihrem Thema. Sprechen sie ins Diktiergerät oder notieren Sie sich erstmal Stichpunkte.
  • Schreiben Sie einer anderen Person einen imaginären Brief zu dem Thema.
  • Brainstormen Sie ungeniert z.B. mit Mind Mapping.
  • Gehen Sie zu Ihrem persönlichen Lieblingsplatz. Manchmal ist es auch ausreichend, dies in Gedanken zu tun.

 

Fazit

Lesenswerte Zeilen lassen sich leichter verfassen, wenn Sie sich Ziele für Ihren Text setzen und voraus denken. Beantworten Sie welche Fragen der Empfänger wohl an Ihren Text haben wird. Kann er alles verstehen? Besprechen Sie sich mit Kollegen oder befragen Sie Ihre Leser. Beobachten Sie Ihre Reportingzahlen und üben Sie. Mit der Zeit wird sich der richtige Inhalt mit dem passenden Stil und der ansprechenden Tonalität einstellen.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Texten.

 

Ihr Tripicchio-Team

 

P.S.: Wenn Sie Lust auf mehr Tipps zu diesem Thema haben oder Ihre Newsletter-Texte professionell von uns texten lassen möchten, sprechen Sie uns gerne an. Content-Ideen haben wir übrigens auch. Welche, lesen Sie hier.